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Januar 2022

Die Erde ist eine Kugel …

… aber auf Ihr läuft vieles nicht rund

M it ungewöhnlichen Ideen und Aktionen engagieren sich die Umunumo­ Freunde Bersenbrück seit 1991 für Menschen in Afrika. Pater Pantaleon, seinerzeit Urlaubsvertretung in der Kirchengemeinde St. Vincentius in Bersenbrück, berichtete damals über seine Heimatgemeinde Umunumo in Nigeria und beeindruckte einige Bersenbrücker tief und anhaltend. Eine kleine Gruppe gründete daraufhin den Umunumo-Freundeskreis. Es folgten Briefkontakte und Besuche in Umunumo.

Zahlreiche Hilfsprojekte wurden angeschoben. Das Thema sauberes Wasser und Gesundheit für Familien realisierte der Verein durch den Bau von Familienwasserzisternen und den Aufbau eines kleinen Gesundheitsvorsorgezentrums. Für jeden schritt fanden zeitgleich durch den Freundeskreis organisierte Aktionen in Bersenbrück statt, um Spendengelder für Umunumo zu sammeln.

VIELE GREIFEN „IN DIE SPEICHEN”

Das Engagement trug Früchte und entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte über Jahr­ zehnte über Ländergrenzen hinweg. vom Kind über Sportler. vom Berufstätigen zum Rentner. vom Wähler zum Politiker griffen engagierte Menschen .,in die Speichen”. Benefizläufe, Abendkonzerte, Festgottesdienste, Trommel­wettbewerbe, Tannenbaumaktionen, Laufveranstaltungen, Doppelkopfturniere, Sportfeste, Vor­ tragsabende oder Marktaktionen – kreativ und vielfältig generierten die umunumo-Freunde spenden für Hilfsprojekte in Nigeria, Äthiopien. Kamerun, Benin, Kongo oder Kenia. Guter Wille, Einsatzfreude, Ideen, Zusammenhalt, Glaube, Hoffnung, Liebe, Zuversicht und Gottvertrauen

- all das sind die Antriebsfedern für ungewöhnliche Spendenaktionen. Viele Spenden. z.B. von Firmenjubiläen oder Geburtstagen, landeten für Hilfsprojekte
auf dem Konto der Umunumo­ Freunde.

HILFE ZUR SELBSTHILFE

Die Umunumo-Projekte sind nachhaltig, werden durch Misereor betreut und von engagierten Bersenbrückern jahrelang begleitet.

Mit ihren finanziellen Mitteln fördern sie Projekte, die wirken. Zwei Milliarden Menschen haben tagtäglich kein sauberes Wasser zum Trinken und Kochen.
über 40 Millionen Kinder können in Afrika kei­ne Schulen besuchen, sind zur Kinderarbeit oder zum Dasein als Kindersoldaten verurteilt.

Durch die Covid-Pandemie erleben die um­ Umunumo-Freunde seit 2 Jahren, wie sehr Bil­dungsmaßnahmen erschwert werden und wie sehr fehlende Bildung zu falschen Lebensent­scheidungen im Alltag führt. Der Verein möchte dagegen steuern.

AUSGEZEICHNETES ENGAGEMENT

Eine besondere Anerkennung erhielt der Umunumo-Freundeskreis Anfang 2021, als er mit dem Hero-Award ausgezeichnet wurde.
Mit diesem Award zeichnet die Tools-for-life­ Stiftung mit Sitz in Kelkheim Organisationen aus, die sich im Alltag für Menschen und gegen Missstände stark machen.

Wer das Umunumo­ Projekt unterstützen möchte, kann dieses auf vielfältige Weise tun – durch Anpacken, durch weitersagen. durch Gebete und besonders durch Spenden auf die Konten der katholi­schen Kirchengemeinde St. Vincentius Bersenbrück (Spendenquittung möglich)

bei der Kreissparkasse Bersenbrück:
IBAN: DE90 265515400010 004810 BIC: NOLADE21BEB

oder der Vereinigte Volksbank eG Bramgau Osnabrück Wittlage:
IBAN DE69 2659 00250201728804 BIC GENODEF10SV.

Weitere Infos unter: www.umunumo-freunde-bsb.de;

bei Diakon Hubert Siemer, Bramscher Str.10,
49593 Bersenbrück,
Tel. 05439 902860,
oder
bei Widu Höckelmann,Parkstr.3,
49593 Bersenbrück,
Tel.05439 425.

siehe auch  Artikel vom Januar 2022   im Kiek IN 01/2022 Seite 81


Bersenbrück – Burundi – Kongo – Tansania

November 2021

Folgende Bildungsprojekte , besonders für Mädchen , konnten in 2021 durch den Umunumo Freundeskreis gefördert werden.

Gerade in jetziger Zeit werden Mädchen und junge Frauen in wirtschaftliche Notlage gern zu Hause gehalten, weil Haus- und Feldarbeit und sonstige Arbeiten zu erledigen. Darüber werden die Möglichkeiten die Bildung für die Zukunft eröffnet, leider vernachlässigt.

Gefördert wurden am 17.03.2021 : 10.000 €uro in den Kongo

Gefördert wurden am 25.03.2021 : 10.000 €uro an Burundi

Gefördert wurden am 16.11.2021 : 25.000 €uro nach Tansania

Nähere Informationen zu o.g. Projekten folgen.

Wir danken allen unsere Förderern und Unterstützern für ihr Engagement.

Anfang 2021 erhielten wir für unsere ehrenamtliche Arbeit den Hero – Award. (siehe Bericht am Juni 2021)

Juni 2021

Trotz Corona: Umunumo-Freundeskreis Bersenbrück unterstützt Afrika

Pressemitteilung – Umunumo Freundeskreis Bersenbrück ( Juni 2021  ) bearbeitet von Nina Strakeljahn (Quelle NOZ- Osnabrück vom 09.06.2021)

Der Umunumo-Freundeskreis Bersenbrück hat sein Engagement für Projekte in Afrika auch in Corona-Zeiten fortgesetzt – und hat dank einer Überraschung sogar noch mehr Geld zur Verfügung.

In Nordnigeria sind die Menschen dankbar, wenn sie Trinkwasser zur Verfügung haben.

Seit 1993 unterstützt die Gruppe Menschen in Afrika.

Jedes Jahr führt sie Aktionen durch.

Mit diesem Geld werden – je nach Anforderung - Projekte in Afrika unterstützt, bisher in Nigeria, Kamerun, Äthiopien, Burundi und im Kongo. In Zusammenarbeit mit Misereor und deren Mitarbeitern werden Projekte vor Ort geplant, mit einheimischen Kräften durchgeführt, deren Betrieb gesichert und Kontakt gehalten, um den langfristigen Erfolg dieser Maßnahmen zu sichern, erklärt Sprecher Hubert Siemer.

Vor kurzem hat die Gruppe zusätzlich eine unerwartete Unterstützung sowie eine Anerkennung und Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement erhalten.

Siegfried Große-Sextro unterstützte die Umunumo-Gruppe jahrelang selbst bei ihren Aktionen und hat die Umunumo-Gruppe für den Hero-Award 2020 für vorbildlichen Einsatz für Mitmenschen vorgeschlagen.

Die Toolsforlife Foundation wählte aus vielen Vorschlägen auch die Umunumo-Gruppe für ihr Engagement aus und überweist ihr für ihre weiteren Projekte 500 Euro.

Die Umunumo-Gruppe mit Anne und Hubert Siemer, Wilfried Scherder, Widu Höckelmann, Varre und Joe Siewe, Helmut Meyer, Hermann Willmaring, Hedwig und Karl-Dieter Lücke freut sich über diese Anerkennung.

Zur Zeit werden zwei Projekte durchgeführt: in Burundi und in der Republik Kongo.

Gerade in dieser Pandemiezeit müssen viele Veranstaltungen ausfallen. “Trotzdem haben etliche daran gedacht, mit einer Geldspende die Menschen zu unterstützen, denen es schlechter geht als uns”, heißt es in er Pressemitteilung der Gruppe. Nicht nur das Coronavirus ist in Ländern wie Äthiopien oder Somalia ein Problem, sondern das Auftreten riesiger Heuschreckenschwärme. Diese bedrohen die kommenden Ernten ganz massiv. Die Pandemie und der sehr reduzierte Flugverkehr verhindern die Lieferung von Insektenvertilgungsmitteln, zuständige Fachleute können nicht einreisen und eine Hungersnot drohe, berichtet Hubert Siemer.

Auch in Zukunft bittet die Umunumo-Gruppe um Spenden, damit in Afrika vor Ort geholfen werden kann. “Jeder Euro kommt an“, sagt Hubert Siemer und bringt  Hilfen in Regionen, in denen jeder Tag ein Kampf ums Überleben ist.

Bersenbrück – Benin – Kenia – Kamerun – Nigeria

Januar 2020

Bau von 20 Bohrbrunnen in Benin

Die Tannenbaumsammelaktion des Umunumo-Freundeskreises Bersenbrück hat mit dazu beigetragen, dass ein finanzieller Grundstock von rund 4.500 Euro geschaffen wurde, um 20 Bohrbrunnen in Natitingou, der Hauptstadt des Departements Atakora im Nordwesten Benins bauen zu können. Weil die Bundesregierung in Benin von Misereor überzeugt ist, fördert sie seit vielen Jahren Entwicklungsprojekte über die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe in Aachen.  Die Erstellung der 20 Bohrbrunnen ist ein Teilprojekt eines großen Gesamtprojektes von Misereor. weitere Infos  zu diesem Projekt finden sich unter rechte Spalte “Tannenbaum-Aktion 2020″

Dezember 2019

Helmut´s Reisebericht

ist zu finden unter

rechte Spalte “Aktuelles”

“Spendentour

durch

Australien 2019″


November 2019

Helmut Meyer ist gesund und voller Eindrücke zurück aus Australien

Bersenbrück Helmut Meyer vom Umunumo Freundeskreis Bersenbrück ist von seiner Benefiz Fahrradtour zu Gunsten von „Wasser in Afrika“ gesund und munter zurückgekehrt. In der Zeit vom 16. August bis 5. November hat er 6.199 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Über die vielen Erlebnisse während seiner Fahrt gibt er nun am Montag, 9. Dezember, ab 19 Uhr im Pfarrheim der St. Vincentius Gemeinde einen Reisebericht. Interessierte Gemeindemitglieder sind herzlich dazu eingeladen.

Juli – August 2019


Umunumo-Freund Helmut radelt wieder durch Australien für Wasser in Afrika

Mitte August startet Helmut Meyer zu seiner dritten Benefiz Radtour zugunsten von Wasserprojekten in Afrika. 2015 hatte er bei seiner 83tägigen Radtour über 8.271 Kilometer durch Australien insgesamt rund 2500 Euro durch Sponsorengelder und Spenden durch anschließende Reiseberichte im Altkreis Bersenbrück akquiriert. Das Spendenergebnis konnte nach seiner Ostseerumrundung in 2017, bei der in 78 Tagen 7.875 Kilometer zurücklegte, sogar auf 3900 Euro gesteigert werden. Helmut Meyer arbeitet seit 15 Jahren beim Umunumo-Freundeskreis mit, gehörte auch schon 2008 zu den Benefizläufern, die eine Woche lang vom polnischen Gryfino nach Bersenbrück liefen und Spendengelder für den Wassertankbau im Jugendausbildungszentrum im nigerianischen Umunumo einwarben. Wichtig ist ihm, dass sein Engagement für soziale Projekte nachvollziehbar ist. Dann würden ihm, so seine Erfahrung, viele Türen aufgehen.

Weitere Informationen unter “Spendentour durch Australien 2019″ (siehe rechte Spalte).

Juli 2019

Die Trink- und Nutzwasserversorgung in Kenia ist hergestellt – eine Solaranlage ermöglicht die Verteilung an 3.700 Dorfbewohner

Eine erfreuliche Nachricht hat der Bersenbrücker Umunumo Freundeskreis jetzt erhalten. Die dauerhafte Trink- und Nutzwasserversorgung beim Kinderheim „Fatima Childrens Home“ in der kenianischen Diözese Marsabit ist jetzt sichergestellt worden. Denn es wurde ein Solarsystem samt zwei Hochtanks mit jeweils 10.000 Liter und zwei Tanks mit je 6.000 Liter und einem Verteilernetz bei einem im November fertiggestellten Tiefbrunnen installiert. Bislang mussten sie das Wasser teuer einkaufen. Umso dankbarer sind die Kenianer jetzt dem Misereor Wasserbauingenieur Georg Ehrler, der die Anlage vor Ort abgenommen hat, dem Bersenbrücker Umunumo-Freundeskreis und der niedersächsischen Umweltstiftung BINGO, die dieses Projekt finanziell möglich gemacht haben. BINGO hat sich mit 10.000 € an der 25.000 € teuren Maßnahmen beteiligt. Weitere Infos und Bilder unter “Wasserprojekt in Kenia 2018-2019″

Januar 2019

Die diesjährige Tannenbaum-Aktion war wieder ein großer Erfolg, der Erlös wird in das aktuelle Projekt in Kenia fließen. Seit der ersten Berichterstattung über das Projekt im November 2018 sind durch das Benefiz-Doppelkopfturnier, großzügige Einmalspenden und die jetzige Tannenbaumaktion inzwischen rund 6.700 Euro an Spenden eingegangen.

45 Baumsammler/innen im Alter von fünf bis 85 Jahren beteiligten sich trotz norddeutschem Schmuddelwetter an der diesjährigen Tannenbaum-Aktion. Mehr Infos -> Klick auf Tannenbaum-Aktion 2019.

November 2018

Bingo-Umweltstiftung fördert Wasserversorgung in kenianischer Schule

Der Bersenbrücker Umunumo-Freundeskreis installiert erstmalig komplettes Solarsystem für dauerhafte Trink- und Nutzwasserversorgung

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung hat vor kurzem dem Bersenbrücker Umunumo-Freundeskreis eine erfreuliche Nachricht zugesandt. Bingo hat für die Errichtung einer dauerhaften Trink- und Nutzwasserversorgung in der kenianischen Diözese Marsabit eine Fördersumme von 10.000 Euro als nicht rückzahlbaren Zuschuss bewilligt. Es wird erstmalig die Installierung eines kompletten Solarsystems zu dem im November 2017 fertiggestellten Tiefbrunnen samt Bau eines Hochtanks und eines Verteilernetzes errichtet. Damit kann nicht nur das Kinderheim „Fatima Childrens Home“, sondern auch die die angrenzende Grundschule dauerhaft mit Trink- und Nutzwasser versorgt werden.

Weitere Informationen finden sich unter rechte Spalte Aktuelles: Wasserprojekt in Kenia 2018

August 2018: neue Wasserbrunnen in Jalingo-Nigeria

Auch in 2018 sind schon neue Brunnen in der Diözese Jalingo im Nordosten von Nigeria entstanden:

Mai 2018: weitere Wasserprojekte in Planung

Der Umunumo-Freudenkreis ist aktuell in Planung weiterer Wasserprojekte in Afrika. In Zusammenarbeit mit Misereor und Georg Ehrler werden gerade neue Projekte ausgelotet, um für möglichst viele vor allem benachteiligte Menschen in Afrika die Versorgung mit Wasser zu sichern. Im zweiten Halbjahr 2018 werden Frau Jansen und Herr Wieland von MISEREOR hier in Bersenbrück über die fertiggestellten Wasserprojekte in Kamerun berichtet. Weitere Informationen folgen.

Januar 2018: weitere Gelder für Jalingo/Nigeria bereitgestellt

Auch in 2018 soll der Bau weiterer Brunnen in der Diözese Jalingo im Nordosten von Nigeria ermöglicht werden. In 2017 wurden dort 16 handgegrabene Brunnen und ein Tiefbrunnen hergestellt. Die Brunnen werden in einer Tiefe von sieben bis vierzehn Meter von Hand geworfen. Dann wird das Brunnenloch durch Betonringe in der Tiefe gefestigt. Die Wasserschöpfung erfolgt später mit Eimern. Der Bau erfolgte wieder durch die beiden Wassertankbauer John Naga und Michael Emmanuel, die mit ihren Familien im Januar 2016 nach fast zwei Jahren Aufenthalt im Flüchtlingscamp Minawao aus Kamerun nach Nigeria zurückkehrt waren, nachdem sie vor der Terrormiliz Boko Haram geflüchtet waren. Mit Unterstützung von Wasserbauingenieur Georg Ehrler und dem katholischen Hilfswerk Misereor aus Aachen waren sie auch schon in 2016 als Maurer zur Erstellung von etlichen Wasserbrunnen tätig gewesen. Ein Brunnen reicht für etwa 200 Dorfbewohner. Weitere Fotos unter “Wasserprojekte im Nordosten Nigerias” (rechte Spalte)

November 2017: Abschlussbericht der Projekte in Kamerun (Edea)

Die Unterstützung von MISEREOR-Wasserprojekten in Kamerun wurde auch in 2017 durch den Freundeskreis mithilfe der Spendengelder aus Bersenbrück fortgeführt. Misereor berichtet uns in einem Abschlussbericht, dass weiteren etwa 4500 Personen in der Diözese Edea in Kamerun der Zugang zu sauberen Wasser ermöglicht wurde. Es wurden in der Region Sang-Maritime (Pouma, Ndom, Lokoundje und Ngambe) weitere 12 Schachtbrunnen gebaut, 10 schon bestehende Brunnen wurden von Grund auf saniert. Es sind jetzt 28 von 30 Gemeinden in dieser Region mit Trinkwasser guter Qualität versorgt. Nachweisbar ist schon, dass die durch schlechtes Wasser verursachten Krankheiten stark abnehmen. Verbunden mit dem Bau der Brunnen waren Gespräche und Schulungen in den Dörfern zur Vermittlung von vorbeugenden Maßnahmen koordiniert durch Misereor-Mitarbeitende. (weitere Infos weiter unten auf dieser Startseite)

Februar 2017: Weitere Brunnen für die Region Jalingo

Der Umunumo-Freundeskreis hat wieder Spendengelder für Wasserprojekte in Nigeria in der Diözese Jalingo bereitgestellt. Mit Unterstützung von MISEREOR und dem Wasserbauingenieur Georg Ehrler werden in der ländlichen Region laufend weitere Brunnen durch dortige Maurer und Wasserbrunnen-Bauer von Hand geworfen. Jeder Brunnen kann ein kleines Dorf mit notwendigem Trinkwasser versorgen.

Dezember 2016: Hilfe für Flüchtlinge in Maiduguri

Mit einem kleinen Betrag hat der Umunumo-Freundeskreis auch die Arbeit des katholischen Bistums von Maiduguri unterstützt. Der Norden Nigerias wird langsam wieder befriedet, der  Boko-Haram Terror konnte zurückgedrängt werden. Viele Flüchtlinge kehren zurück in ihre Heimat. Doch vor allem Frauen und Kinder, deren Männer umgekommen sind, fangen bei null wieder an. Das Bistum Maiduguri hat ein Ausgabelager für Nahrungsmittel (Mais, Reis, Erdnüsse, Milchpulver) sowie für Decken und Medikamente errichtet.

Bersenbrück – Kamerun

August 2016: Neues von den Wasserprojekten in Kamerun

Wasserbrunnen in Kamerun fertiggestellt

(Zeitungsbericht im Bersenbrücker Kreisblatt vom 22.08.2016)

Der Freundeskreis unterstützt  mit Bersenbrücker Spendengeldern neben Nigeria jetzt auch Wasserprojekte in Kamerun, die vom bischöflichen Hilfswerk Misereor begleitetet werden.

Zum einen wird der Bau einer Wasserversorgung für die katholische Schule Sacre Coeur in Sangmelima in Kamerun bezuschusst. Das College Notre Dame du Sacre Coeur ist die einzige Sekundarschule in einer waldreichen Region, die auch Internatsplätze anbietet. Daher ist es besonders für die zurzeit 350 Kinder aus dem ländlichen Raum eine wichtige Institution. Allerdings fehlt es an einer adäquaten Wasserversorgung. Mit Bischof Christophe Zoa leitet ein junger und dynamischer Bischof die Diözese in Sangmelima, den Misereor aus seiner Zeit als Weihbischof in Yaounde schätzt. Die punktuelle Förderung dieser durchaus wichtigen Initiative ist auch ein Entgegenkommen an eine ansonsten nicht von Misereor berücksichtigten Region.

Das zweite vom Bersenbrücker Freundeskreis unterstützte Projekt ist zur Sicherung der nachhaltigen Trinkwasserversorgung in der ländlichen Region der Diözese Edea in Kamerun. Hier wurde seit dem Jahr 2000 die Trinkwasserversorgung von Misereor und zusätzlich mit staatlichen Mitteln gefördert. Mit aktiver Beteiligung der betroffenen Bevölkerungsgruppen wurden insgesamt 70 mit Handpumpen ausgestattete Bohrbrunnen installiert. Die betroffene Bevölkerung wurde durch die Organisierung von Nutzergruppen und einem Leitungskomitee dazu animiert, die nachhaltige Erhaltung und Nutzung der Brunnenanlagen sicherzustellen. Eine 2013 durchgeführte Evaluierung des Programms bestätigt den Erfolg des Brunnenbauprogramms. 80% der gebauten Brunnen funktionieren  und werden genutzt. Trinkwasserbedingte Krankheiten sind stark zurückgegangen. Die Organisierung der Nutzergruppen und der örtlichen Verwaltungskomitees sind noch zu verbessern. Misereor wird dazu die Organisationskompetenz des Projektpersonals fördern. Mit diesem Projekt wird ein weiterer Rückgang von wasserinduzierten Infektionskrankheiten sowie eine allgemeine Stärkung des Selbsthilfepotentials der Bevölkerung durch die konkreten gemeinsamen Aktionen erwartet. Dieses Projekt dient dazu, die bereits in den Vorprojekten umgesetzten Maßnahmen zu sichern, insbesondere die Funktionssicherheit der bisher bereits installierten Brunnen.

Bersenbrück – Nigeria eine Freundschaft seit über zwanzig Jahren

Seit 2011 bis heute hat der Umunumo-Freundeskreis mit Unterstützung von MISEREOR und dem Wasserbauingenieur Georg Ehrler den Bau von weiteren Ferrozement-Wassertanks und den Bau von handgeworfenen Brunnen in den Diözesen Yola und Jalingo im Nordosten von Nigeria unterstützt.

In der Nähe von Ganye in der Diözese Jalingo wurden in 2013 Wasserbrunnen für zwei Orte, Kamen und Francis, in der Nähe von Ganye geworfen. In den Dörfern leben jeweils etwa 250 Personen, die die Brunnenprojekte gemeinsam geplant, den Bau durch Manpower unterstützt und jetzt den Betrieb und die Pflege der Brunnen übernommen haben. Der eigentliche Bau der Brunnen ist durch zwei zum Wasserbrunnenbau ausgebildete Maurer aus der Region Maiduguri erfolgt, die von Georg Ehrler angeleitet werden. In 2014 hat der Freundeskreis den Bau eines Bohrbrunnens in der Gemeinde Yola-Jamutu unterstützt.  Godwin Bonyo ist Pfarrer dieser Gemeinde, in der momentan viele Flüchtlinge aus dem Norden Nigerias Zuflucht suchen. In 2015 wurden mit Spendengeldern weitere Wasserbauprojekte in dem Bistum Jalingo unterstützt und realisiert.

Îm Norden Nigerias herrscht die Terrormiliz Boko Haram. Sie hat weite Gebiete im Nordosten erobert. Betroffen sind vor allem die Bundesstaaten Yobe, Borno und Adamawa. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Immer wieder kommt es zu furchtbaren Anschlägen mit Toten und Verletzten. Zehntausende fliehen ins benachbarte Kamerun, so auch unsere beiden Wassertankbauer John Naga und Michael Emmanuel mit ihren Familien, nachdem am 23. August 2014 ihr Dorf Pulka von der Boko Haram vollständig zerstört worden war. Georg Ehrler hat Kontakt zu den Familien im Flüchtlingslager Minawao in Kamerun. Mit Unterstützung von Georg Ehrler, Pater Godwin Bonyo in Yola und  des Bischofs von Jalingo werden die beiden Familien hoffentlich Anfang 2016 das Flüchtlingslager in Kamerun verlassen und nach Nigeria zurückkehren können, nicht in ihr altes Heimatdorf, hier herrscht immer noch massiver Terror, sondern in die Diözese Jalingo. Sie werden sich dort eine neue kleine Existenz aufbauen. Wir als Freundeskreis hoffen, dass sie dann wieder mit Unterstützung von Misereor und unseren Spendengeldern Wassertanks und Wasserbrunnen in der Region Jalingo bauen werden.

Yola und auch die Region Jalingo sind immer noch Auffangstation für vor dem Terror flüchtende Menschen aus dem Norden, die Angst vor Übergriffen der Terrorgruppe ist auch hier groß.

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