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Bersenbrück – Kamerun

Der Freundeskreis unterstützt  mit Bersenbrücker Spendengeldern neben Nigeria jetzt auch Wasserprojekte in Kamerun, die vom bischöflichen Hilfswerk Misereor begleitetet werden.

Zum einen wird der Bau einer Wasserversorgung für die katholische Schule Sacre Coeur in Sangmelima in Kamerun bezuschusst. Das College Notre Dame du Sacre Coeur ist die einzige Sekundarschule in einer waldreichen Region, die auch Internatsplätze anbietet. Daher ist es besonders für die zurzeit 350 Kinder aus dem ländlichen Raum eine wichtige Institution. Allerdings fehlt es an einer adäquaten Wasserversorgung. Mit Bischof Christophe Zoa leitet ein junger und dynamischer Bischof die Diözese in Sangmelima, den Misereor aus seiner Zeit als Weihbischof in Yaounde schätzt. Die punktuelle Förderung dieser durchaus wichtigen Initiative ist auch ein Entgegenkommen an eine ansonsten nicht von Misereor berücksichtigten Region.

Das zweite vom Bersenbrücker Freundeskreis unterstützte Projekt ist zur Sicherung der nachhaltigen Trinkwasserversorgung in der ländlichen Region der Diözese Edea in Kamerun. Hier wurde seit dem Jahr 2000 die Trinkwasserversorgung von Misereor und zusätzlich mit staatlichen Mitteln gefördert. Mit aktiver Beteiligung der betroffenen Bevölkerungsgruppen wurden insgesamt 70 mit Handpumpen ausgestattete Bohrbrunnen installiert. Die betroffene Bevölkerung wurde durch die Organisierung von Nutzergruppen und einem Leitungskomitee dazu animiert, die nachhaltige Erhaltung und Nutzung der Brunnenanlagen sicherzustellen. Eine 2013 durchgeführte Evaluierung des Programms bestätigt den Erfolg des Brunnenbauprogramms. 80% der gebauten Brunnen funktionieren  und werden genutzt. Trinkwasserbedingte Krankheiten sind stark zurückgegangen. Die Organisierung der Nutzergruppen und der örtlichen Verwaltungskomitees sind noch zu verbessern. Misereor wird dazu die Organisationskompetenz des Projektpersonals fördern. Mit diesem Projekt wird ein weiterer Rückgang von wasserinduzierten Infektionskrankheiten sowie eine allgemeine Stärkung des Selbsthilfepotentials der Bevölkerung durch die konkreten gemeinsamen Aktionen erwartet. Dieses Projekt dient dazu, die bereits in den Vorprojekten umgesetzten Maßnahmen zu sichern, insbesondere die Funktionssicherheit der bisher bereits installierten Brunnen.

Bersenbrück – Nigeria eine Freundschaft seit über zwanzig Jahren

Seit 2011 bis heute hat der Umunumo-Freundeskreis mit Unterstützung von MISEREOR und dem Wasserbauingenieur Georg Ehrler den Bau von weiteren Ferrozement-Wassertanks und den Bau von handgeworfenen Brunnen in den Diözesen Yola und Jalingo im Nordosten von Nigeria unterstützt.

In der Nähe von Ganye in der Diözese Jalingo wurden in 2013 Wasserbrunnen für zwei Orte, Kamen und Francis, in der Nähe von Ganye geworfen. In den Dörfern leben jeweils etwa 250 Personen, die die Brunnenprojekte gemeinsam geplant, den Bau durch Manpower unterstützt und jetzt den Betrieb und die Pflege der Brunnen übernommen haben. Der eigentliche Bau der Brunnen ist durch zwei zum Wasserbrunnenbau ausgebildete Maurer aus der Region Maiduguri erfolgt, die von Georg Ehrler angeleitet werden. In 2014 hat der Freundeskreis den Bau eines Bohrbrunnens in der Gemeinde Yola-Jamutu unterstützt.  Godwin Bonyo ist Pfarrer dieser Gemeinde, in der momentan viele Flüchtlinge aus dem Norden Nigerias Zuflucht suchen. In 2015 wurden mit Spendengeldern weitere Wasserbauprojekte in dem Bistum Jalingo unterstützt und realisiert.

Îm Norden Nigerias herrscht die Terrormiliz Boko Haram. Sie hat weite Gebiete im Nordosten erobert. Betroffen sind vor allem die Bundesstaaten Yobe, Borno und Adamawa. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Immer wieder kommt es zu furchtbaren Anschlägen mit Toten und Verletzten. Zehntausende fliehen ins benachbarte Kamerun, so auch unsere beiden Wassertankbauer John Naga und Michael Emmanuel mit ihren Familien, nachdem am 23. August 2014 ihr Dorf Pulka von der Boko Haram vollständig zerstört worden war. Georg Ehrler hat Kontakt zu den Familien im Flüchtlingslager Minawao in Kamerun. Mit Unterstützung von Georg Ehrler, Pater Godwin Bonyo in Yola und  des Bischofs von Jalingo werden die beiden Familien hoffentlich Anfang 2016 das Flüchtlingslager in Kamerun verlassen und nach Nigeria zurückkehren können, nicht in ihr altes Heimatdorf, hier herrscht immer noch massiver Terror, sondern in die Diözese Jalingo. Sie werden sich dort eine neue kleine Existenz aufbauen. Wir als Freundeskreis hoffen, dass sie dann wieder mit Unterstützung von Misereor und unseren Spendengeldern Wassertanks und Wasserbrunnen in der Region Jalingo bauen werden.

Yola und auch die Region Jalingo sind immer noch Auffangstation für vor dem Terror flüchtende Menschen aus dem Norden, die Angst vor Übergriffen der Terrorgruppe ist auch hier groß. Aktuelle Informationen finden Sie unter Eingabe des Stichwortes Nigeria bzw. Kamerun unter: www.misereor.de www.missio-hilft.de sowie  unter  www.unhcr.de und   www.uno-fluechtlingshilfe.de

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