Wasser und Hygiene in Umunumo

Hilfe zur Selbsthilfe:

Ausbildung zum Wassertankbauer
Das Handwerk des Wassertankbauens ist erlernbar. Im Norden Nigerias gibt es seit Jahren viele Männer, die sich mit diesem Handwerk selbständig gemacht haben. Warum sollen es nicht auch Männer aus Umunumo erlernen können? Im November 2007 begannen drei Männer aus Umunumo im Norden Nigerias ihre Ausbildung, sie halfen beim Bau  neuer Tanks und erlernten gleichzeitig dabei das Handwerk.

Seit September 2008 bauen diese drei die ersten Tanks für Familien in Umunumo. Acht  Tanks entstanden durch die drei Tankbauer in 2008 und 2009: bei 5 Familien, am katholischen Pfarrhaus und an zwei Grundschulen. Ein weiterer Tank wird am Gemeinschaftshaus der katholischen Frauengemeinschaft entstehen, ein zweiter Tank wird an der St. Vincent Schule gebaut. Seit Mitte 2009 werden zwei weitere Männer zu neuen Wassertankbauern in Umunumo ausgebildet .

Hygiene:
Krankenschwester Stella Ike hilft: Mit dem sauberen Wasser gehen die Krankheiten zurück, aber nur wenn die Hygiene stimmt!

Gutes Trinkwasser ist eine Grundvoraussetzung für die Verbesserung der Gesundheit. Der Zusammenhang zwischen Krankheiten und Wasser ist selbst den gebildeten Schichten in Umunumo oft nicht geläufig. Solange die Menschen in Umunumo die Wichtigkeit von sauberem Wasser als Trinkwasser nicht bewusst ist, werden sie in der Regenzeit unbedacht auf die bisher verfügbaren kontaminierten Wasserstellen zurückgreifen. Deswegen müssen parallel zum Bau der Tanks Hygieneschulungen stattfinden. Diese Aufklärungsarbeit richtet sich vor allem an Frauen und Kinder.

Seit Januar 2008 führt Krankenschwester Stella Ike die medizinische Grundversorgung und vor allem die Hygieneaufklärung durch. Sie kann von ersten Erfolgen berichten. Mit dem Wassertankbau forciert sie auch den Latrinenbau (Toilettenbau). Sie berichtet, dass einige der von ihr besuchten Menschen Toiletten mit irgendeiner Art von Wasserspülung haben, dass etwa 50% der Familien sogenannte Pit-Toiletten (Plumpsklos mit Belüftung) aufsuchen, aber auch noch viele den Busch als Toilette benutzen. Ihre Aufklärungsarbeit kann den Bau der zweckmäßigen Pit-Toiletten fördern.

Finanziert wird Krankenschwester Stella Ike von den Bersenbrücker Spendengeldern, ihr Gehalt beträgt 1000 Euro pro Jahr! Und ihre Arbeit ist sehr wichtig! Vielleicht werden auch in Umunumo demnächst Frauengruppen den Wassertankbau voran bringen, damit ihre Kinder gesund groß werden können. Angeregt durch die Aufklärungsarbeit von Stella Ike.

Zeitungsartikel:

» Sauberes Wasser für Umunumo vom 06.01.2007
» Bewusstsein für Hygiene und Gesundheit wächst vom 19.01.2007

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