Wasserprojekt in Kenia 2018

29. Okt 2018

Der Bersenbrücker Umunumo-Freundeskreis installiert erstmalig komplettes Solarsystem für dauerhafte Trink- und Nutzwasserversorgung

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung hat vor kurzem dem Bersenbrücker Umunumo-Freundeskreis eine erfreuliche Nachricht zugesandt. Bingo hat für die Errichtung einer dauerhaften Trink- und Nutzwasserversorgung in der kenianischen Diözese Marsabit eine Fördersumme von 10.000 Euro als nicht rückzahlbaren Zuschuss bewilligt. Denn die Bersenbrücker von der katholischen St. Vincentius Gemeinde haben sich ein größeres Wasserprojekt vorgenommen. Sie wollen erstmalig die Installierung eines kompletten Solarsystems zu dem im November 2017 fertiggestellten Tiefbrunnen samt Bau eines Hochtanks und eines Verteilernetzes errichten. Damit kann nicht nur das Kinderheim „Fatima Childrens Home“, sondern auch die die angrenzende Grundschule dauerhaft mit Trink- und Nutzwasser versorgt werden. Beim Kinderheim handelt es sich um ein Internat mit 30 körperlich und zum Teil geistig behinderten Kindern zwischen fünf und sechzehn Jahren. Diese Kinder hätten ohne diese Einrichtung keine Möglichkeit zur Schule zu gehen. Sie würden sonst aus unterschiedlichen Gründen meistens in den Dörfern in den Familien ohne jede Unterstützung aufwachsen. „Das Fatima Childrens Home wird von Christen und Muslimen anerkannt. Derzeit muss noch Wasser zugekauft werden, was teuer und ineffizient ist“ kann der Schatzmeister Winfried Scherder vom Umunumo-Freundeskreis bestätigen. Von der eigenen Solarpumpe mit Verteilernetz und mehreren Entnahmestellen profitieren sowohl die Schule als auch die Dorfgemeinde mit ihren etwa 3.700 Menschen im Ort. Die jetzige Form des Pumpbetriebes durch Solarstrom ist nach Ansicht des Umunumo-Freundeskreises eine hervorragende Lösung. „Sie ist besser als die des Maschinenantriebes durch Motoren mit konventionellen Treibstoffen“ weiß Hubert Siemer als Sprecher des Freundeskreises zu berichten. Die rechtliche Hauptverantwortung liegt in den Händen des Bischofs der katholischen Diözese von Marsabit. Vor Ort begleitet der Ortspfarrer Peter Kihara und die Heimleiterin Schwester Alphonsa Joseph das Projekt. Das Wasserprojekt wird zirka 20.000 € kosten, wovon Bingo 10.000 € übernimmt. Der restliche Eigenanteil muss durch den Bersenbrücker Umunumo-Freundeskreis aufgebracht werden. Eigenmittel werden zwar beschafft durch monatliche Dauerspender oder Aktionen wie das Doppelkopfturnier am 16. November sowie der Tannenbaumsammelaktion am 12. Januar 2019. Sie reichen jedoch nicht aus um den Eigenanteil zu finanzieren. Daher bittet der Umunumo-Freundeskreis um weitere Spenden auf das Spendenkonto bei der Volksbank Osnabrück, IBAN Nr. DE69 2659 0025 0201 7288 04. Auf Wunsch stellt die Katholische St. Vincentius Kirchengemeinde Spendenbescheinigungen aus.

Bildunterschrift: mehrjährige Erfahrungen hat der Umunumo-Freundeskreis Bersenbrück schon in Nigeria mit dem Wasserbrunnenbau gemacht, wie hier zuletzt im Juli 2018 in der Diözese Jalingo, wo ein Wasserbrunnen in Betrieb genommen wurde.